[osstreffen-discuss] [osstreffen-announce] Vorbereitung zum WollMux-Workshop

Oliver Rath rath@mglug.de
Sa Mai 16 09:28:02 CEST 2015


Hallo Nils,



Am 16.05.2015 um 00:28 schrieb Nils Magnus:
> [..] 
>> Somit war ich gezwungen ein weiteres LO 4.3.7 manuell zu installieren...
>>   wget http://wollmux.net/files/15.04/WollMux-15.04-manual_installation.zip
>>   wget http://wollmux.net/files/15.04/wollmux-config-de-utf8-15.04.tar.gz
>>   7z x WollMux-15.04-manual_installation.zip
>>   sudo cp WollMuxBar.jar /usr/share/java
>>   sudo cp wollmuxbar /usr/sbin/
>>   sudo chmod a+x /usr/sbin/wollmuxbar
>>   export UNO_PATH=/opt/libreoffice4.3/program/
>>   tar xvzf wollmux-config-de-utf8-15.04.tar.gz -C ~/
> Sorry, aber mein Notebook ist mein Arbeitsgerät und dann kann ich solche
> Hacks nicht ausführen, weil sie nicht reversibel sind. Ich kann nicht
> einfach so in zentrale Systemverzeichnisse Tools und Bibliotheken
> hineinkopieren, ohne zu wissen, was das für Auswirkungen auf die sonstige
> Systemstabilität hat.

Du kannst die Kirche ruhig im Dorf lasssen. Was Patric hier händisch
angibt, ist im Prinzip auch nichts anderes als das, was ein deb- oder
rpm-Paket macht, nur mit dem Unterschied, das hier keine Informationen
in die Paketdatenbank gelangen.

Was macht er hier? Er installiert ein Binary in das Verzeichnis
("/usr/sbin"), wo es hineingehört (ok, es könnte auch /usr/bin sein).
Genauso für das Java-File, welches von anderen geshared
("/usr/share/java") wird, ist es der richtige Ort. Zuletzt werden die
lokal benötigten Dateien ins $HOME geschrieben ("~/") und eine
Envirnoment-Variable gesetzt (export UNO_PATH=...). Alles ganz normale
Vorgänge, wie sie auch ein Paketmanager machen würde.

Ich wäre froh, wenn sich mehr Programme an diese Semantik halten würden.

Das Einzige, was man evtl. noch besser machen könnte, wäre, dass beim
ersten Aufruf z.B. von wollmuxbar *automatisch* der Verzeichnisbaum im
$HOME angelegt würde, der für diese Aktion z.B. in /usr/share/wollmux
vorgehalten werden könnte, solange die Dateien nicht schon sowieso an
der richtigen Stelle vorliegen.

>
> Habt ihr keine Deb- oder RPM-Pakete für Wollmux? Andernfalls sehe ich nur
> die Möglichkeit, eine Virtualbox- oder KVM-VM zu verwenden, wenn Du so eine
> bereitstellen kannst.

Eine Art PPA für Wollmux unter Debian/Ubuntu und was entsprechendes für
rpm (btw, gibts da auch sowas wie PPAs?) wären allerdings eine gute
Sache. Möglicherweise könnte es die Lizenz sogar erlauben, die Pakete
direkt z.B. ins Debian/Ubuntu-Paketsystem zu integrieren. Müsste sich
nur mal jemand drum kümmern (höre ich da nicht "Hier!"-Rufe? ;-) ).

>
> Allen anderen möchte ich im Sinne der Systemsicherheit und -stabilität
> dringend abraten, die obige Anleitung umzusetzen.

Ich denke, das Niveau, was Patric für diesen Workshop andenkt, sollte
mit diesen Risiken umgehen können.

Just my 2ct
Oliver





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